Sitzschalenversorgung und Sonderbau –
die beste Position für den Alltag

Machen wir ein Experiment: Suchen Sie sich eine möglichst bequeme Position auf einem Stuhl und versuchen Sie, eine Stunde in exakt dieser Position zu verharren. Nach spätestens einer halben Stunde wird die Position unbequem; sie wollen die Sitzposition verändern. Einige unserer Kunden sind dazu nicht in der Lage. Mit der Sonderanfertigung von Sitzschalen ermöglichen wir ihnen dennoch ein komfortables Sitzen und größtmögliche Mobilität.

Reha-Sonderbau? Hier geht es um Sitzschalen in Maßfertigung und Rollstuhlsonderanfertigungen. Die Passgenauigkeit eines Hilfsmittels wirkt sich sehr stark die Nutzungsqualität und den Therapieerfolg aus. Denn: Bereits wenige Millimeter Abweichungen können die Sitzposition stark beeinflussen.

Unsere Kunden erwarten anspruchsvolle Lösungen. Funktionell und komfortabel soll das Hilfsmittel sein. Gemeinsam finden wir das optimale Sitzsystem. Mit viel Erfahrung und handwerklichem Können ermöglichen unsere Orthopädie-Techniker und Reha-Techniker ein Maximum an Mobilität und gesellschaftlicher Teilhabe. Inklusion in allen Lebensbereichen ist unser Ziel.

Hochwertige Sitz-und Stabilisierungssysteme maßangefertigt

Mit modernster Scan- und Frästechnik und in Handarbeit fertigen wir nach Maß hochwertige Sitz-und Stabilisierungssysteme, die jede individuelle Situation und jedes Bedürfnis unserer Kunden unterstützen. Die Systeme von INCORT haben eine körperkorrigierende Wirkung. Sie werden mit unserer patentierten Vakuumtechnik hergestellt. Abhängig von den Krankheitsbildern und Wünschen fertigen wir sowohl korsettähnliche Systeme aus thermoplastischen Kunststoffen, als auch bettende Weichschaumschalen. Über die Ausgestaltung des Systems und die genaue Positionierung des Nutzers lässt sich eine optimale Druckverteilung und Entlastung gewährleisten.

Sitzschalen geben mehr Halt und sind bequem

Sitzschalen werden insbesondere in Spezialrollstühlen für schwerbehinderte Menschen genutzt. Diese dienen dazu, einen guten Halt zu geben – in jedem Alter, auch bei Kindern.

Besonders wichtig für die Passgenauigkeit und Herstellung der Sitzschale sind die Abdrucktechnik und das verwendete Material. Die Abdrücke lassen sich sowohl klassisch mit unserem Vakuumabdruckverfahren in Verbindung mit einem Gipsabdruck oder auch mit modernen Hightech-Bodyscannern machen. Diese Abdrücke verfeinern unsere Fachkräfte dann von Hand oder am PC. Auf den fertigen anatomischen Modellen bauen sie die maßgefertigte Sitzschale auf. Die Grundform der Sitzschale entsteht aus Materialien wie Polyethylen oder Carbonfaser. Für einen bequemen und sicheren Sitz beziehen wir die Schale anschließend mit weichen, strapazierfähigen und rutscharmen Stoffen.

Sitzpositionierungsschalen im Aktiv- und Sportbereich

Sitzschalen kommen auch in Aktiv- und Sporthilfsmitteln zum Einsatz, um eine Verbesserung der Positionierung zu erreichen. Die Sitzschalen sorgen für eine optimale Druckentlastung und lassen bei aktiver Verwendung weniger Scherkräfte entstehen. Zusätzlich verleihen sie besseren Halt. Das ermöglicht Sportlerinnen und Sportlern auch bei viel Bewegung und großer Belastung fest und reibungslos im Rollstuhl oder im Sporthilfsmittel zu sitzen.

Die Wirkungsweise im Überblick:

  • Die Druckverteilung ist ausgewogen.
  • Fehlstellungen lassen sich durch die optimale Positionierung vermeiden.
  • Die aktive Kopfhaltung wird unterstützt.
  • Die aufrechte Körperposition fördert Atmung, Wahrnehmung und Verdauung.
  • Bei Wirbelsäulenerkrankungen wie Skoliosen und Kyphosen wirkt die Sitzschale körperkorrigierend.

Sie möchten mehr darüber wissen? Wir beraten aktive Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer und diejenigen, die es werden wollen, rund um Sitzschalen für die Freizeit oder den Rollstuhlsport.

Sitzsonderbau – so arbeiten wir

Im Sitzsonderbau ist INCORT darauf spezialisiert, Menschen im Rollstuhl eine möglichst optimale Sitzposition zu ermöglichen, wenn konfektionierte Hilfsmittel nicht mehr ausreichen. Wie bei allen maßangefertigten orthopädischen oder reha-technischen Hilfsmitteln ist es wichtig, eine gute Grundlage zu haben. Dafür fertigen unsere Orthopädie-Techniker mit Hilfe eines Vakuumkissens einen Abdruck des Kunden im Sitzen an. Das Kissen umschließt dabei den Rücken, das Becken und die Beine bis zu den Knien und wird mit feinen Kügelchen befüllt. Das ist vergleichbar mit einen normalen „Sitzsack“, der sich der Sitzposition anpasst. Beim Vakuumkissen lässt sich die Form allerdings noch mehr beeinflussen und an den Nutzer oder die Nutzerin anpassen. Auf diese Weise kann unser Orthopädie-Techniker die sensiblen, individuellen Bedürfnisse berücksichtigen, je nach Krankheitsbild. Die Styropor-Kügelchen werden unter Vakuum so hart, dass die Form erhalten bleibt, wenn der Kunde „Modell gesessen hat“. Den Abdruck erfassen wir im Anschluss mit einer 3D-Scan-Software und bearbeiten ihn digital. Aus den Daten erstellen wir einen Schaumrohling. Sobald Schaum-Modell und Rollstuhl vorhanden sind, erfolgt die erste Anprobe. Hierbei überprüfen wir die Passform und führen bei Bedarf Änderungen durch. Der Kunde testet den Rohbau danach im häuslichen Umfeld. Sobald der Probelauf abgeschlossen ist, besprechen wir etwaige Änderungen. Dann stellen wir das Modell fertig.

In welchen Fällen ist ein Sitzsonderbau erforderlich? Mögliche Indikationen sind:

  • Paraplegie (vollständige Lähmung) und Hemiplegie (Halbseitenlähmung)
  • Infantile Cerebralparese (ICP)
  • Multiple Sklerose
  • Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
  • Spina bifida
  • Skoliosen
  • Ataxien

Jan Meinke

Teamleitung Reha-Technik

Jeder Tag ist eine neue Herausforderung. Die Vielfalt von Individuellen Hilfsmittel und deren Möglichkeiten erlaubt es mir das beste Versorgungskonzept für unsere kleinen Kunden zu entwickeln. Jede Versorgung ist speziell abgestimmt und nach den jeweiligen Bedürfnissen entwickelt. Hierbei entlohnt das Strahlen der Kinderaugen wenn sie z. B. das erste Mal Fahrradfahren können und einen Ausflug mit der Familie machen.

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