Beinprothesen –
abgestimmt auf Ihre persönlichen Ziele

Autofahren, sicher Treppensteigen, ins Schwimmbad gehen, Sport treiben – die geeignete Beinprothese macht Sie mobil. Die Prothesenversorgung ist so individuell wie der Mensch in seiner persönlichen Situation.

Die Beinprothesenversorgung gilt als besonders anspruchsvolle Aufgabe. Moderne Verarbeitungstechniken und begleitende Servicekonzepte unterstützen die Versorgungspraxis. Mit unseren vielfältigen Möglichkeiten bieten wir jedem Kunden und jeder Kundin eine Lösung, die individuellen Ansprüchen und Herausforderungen gerecht wird.

Für die Versorgung von Beinamputierten gibt es unterschiedliche Schaftformen, Schafttechniken und Passteile. Wichtig ist, dass wir für Sie die richtigen Komponenten auswählen, um daraus die passende Prothese anzufertigen. Denn: Eine Prothese ist so individuell wie seine Trägerin oder sein Träger.

Wir bieten diese Beinprothesenversorgung:

  • Fußprothesen
  • Unterschenkelprothesen
  • Knie-Ex-Prothesen / Knie-Exartikulationsprothesen
  • Hüft-Ex-Prothesen / Hüft-Exartikulationsprothesen
  • Oberschenkelprothesen
  • Sportprothesen
  • Wasserfeste Gehhilfen

Fußprothesen:
Gutes Gehen bei Tag und Nacht und ein unauffälliges Gangbild, verbunden mit einer unkomplizierten Handhabung und hohem Tragekomfort – das kann ein künstlicher Fußersatz leisten. Fußprothesen werden heute aus Kunststoffen, besonders Silikon, gefertigt. Moderne Maß- und Einbettungstechniken sorgen für eine gleichmäßige Druckverteilung, und eine passgenaue Fixierung am Amputationsstumpf soll Hautirritationen und Druckstellen vorbeugen.

Dem Werkstoff Silikon kommt eine besondere Bedeutung in der Fußprothetik zu: Dank spezieller Materialeigenschaften ist es möglich, die beim Gehen auftretenden Kräfte in ein nahezu natürliches Gangbild zu übertragen. Die Trägerinnen und Träger einer Silikon-Fußprothese kommen im Alltag meist ohne größere Einschränkungen zurecht und können häufig sogar „normale“ Konfektionsschuhe tragen.

Unterschenkelprothesen:
Bei der Prothesenversorgung nach einer Amputation unterhalb des Knies steht im Vordergrund, die Gang- und Körperstatik wiederherzustellen. Der Prothesenschaft dient als Schnittstelle für die Kraftüberträger zum Körper. Da Unterschenkel wenig Muskel- und Gewebemasse haben, müssen wir bei der Anfertigung des Schafts sehr darauf achten, dass die Prothese bequem sitzt und Halt gibt, ohne dass Druckstellen entstehen. Es stehen verschiedene Schaftsysteme zur Auswahl. Zudem kommen Liner zum Einsatz, die die Verbindung zwischen Stumpf und Schaft herstellen. Liner sind wie Strümpfe, die über den Stumpf gezogen werden. Die Liner sollen den festen Halt des Schafts sicherstellen, die Druckbelastung gleichmäßig verteilen und den Stumpf so polstern, dass keine Druckstellen entstehen.

Zu einer Unterschenkelprothese gehören neben dem Schaft auch ein Prothesenfuß und unterschiedliche Verbindungselemente. Die Passteilauswahl ist enorm wichtig, damit die Teile im Gesamtgefüge die beste Nutzung ermöglichen. Es stehen dafür zahlreiche mechanische und elektronische Bauteile zur Verfügung.

Knie-Ex-Prothesen / Knie-Exartikulationsprothesen:
Nach einer Amputation über dem Knie oder im Knie soll eine Knie-Exartikulationsprothese (Exartikulation meint die operative Abtrennung eines Gliedes im Gelenk) das fehlende Knie in seiner Funktion ersetzen. Da das menschliche Knie unser größtes und kompliziertestes Gelenk, ist auch die Prothese komplex konstruiert, um die Gelenkfähigkeit und Mobilität weitgehend zu ersetzen.

Oberschenkelprothesen:
Nach einer Amputation am Oberschenkel ersetzen sie die Funktion des Beines. Sie sollen einen sicheren Gang ermöglichen. Bei der Versorgung mit Oberschenkelprothesen kommt es vor allem auf eine qualitativ gute Schaftform an, die auch das Körpergewicht gut trägt. Der Tragekomfort ergibt sich aus der individuellen Gestaltung des Schafts und der passenden Stumpfbettung. Das sind die verbindenden Elemente zwischen dem Körper und der Prothese. Dafür gibt es verschiedene Konzepte, abhängig von der individuellen Muskelausprägung und dem vorgesehenen Einsatzbereich – in unseren INCORT-Filialen bieten wir Ihnen alle üblichen, modernen Schaftformen. Zu einer Oberschenkelprothese gehören neben dem Schaft auch ein Kniegelenk und Prothesenfuß, die wir präzise mit dem individuellen Schaft verbinden.

Hüft-Ex-Prothesen / Hüft-Exartikulationsprothesen:
Wenn das gesamte Bein aus dem Hüftgelenk heraus amputiert wurde, ermöglicht eine Hüft-Ex-Prothese, wieder zu gehen. Die orthopädie-technische Versorgung ist dabei kompliziert: Anders als bei Unter- oder Oberschenkelamputationen bleibt bei Hüft-Exartikulation kein entsprechender Stumpf zurück, über den die Steuerung erfolgen kann. Bei einer Hüft-Ex-Prothese gleicht eine zirkuläre Einbettung des gesamten Beckens durch eine korbähnliche Konstruktion dies aus. Zudem müssen Hüft-, Knie-, und Fußgelenk durch modulare Bauteile ersetzt. Sie ermöglichen die Bewegungen beim Stehen, Gehen und Laufen. Die Auswahl der Gelenke richtet sich unter anderem danach, wie aktiv der oder die Betroffene ist.

Sportprothesen:
Handicap und Sport? Selbstverständlich ist das möglich. Laufen, Leichtathletik, Skifahren und viele andere Aktivitäten: Freizeit- und Leistungssportler im Behindertensport vollbringen erstaunliche Leistungen. Normale Prothesen lassen sich mit Ergänzungsteilen sporttauglich umgestalten oder es kommen spezielle Prothesenkonstruktionen zum Einsatz. Unsere INCORT-Fachkräfte berücksichtigen bei allen Versorgungen die Vorstellungen und besonderen Bedürfnisse des Sporttreibenden mit seinen persönlichen Möglichkeiten und finden die geeigneten Lösungen.

Wasserfeste Gehhilfen:
Schwimmen, Aquagymnastik oder einfach die tägliche Dusche: Der Aufenthalt im Schwimmbad oder im Badezimmer für Prothesentragende eine Herausforderung. Für die es Lösungen gibt! Wasserfeste Gehhilfen – das dazu zählen Prothesen, die für den Transfer und Aufenthalt im Nassbereich geeignet sind – sind so konstruiert, dass sie funktionell sind, auf rutschigem Untergrund sicheres Auftreten ermöglichen und keine Korrosion durch eindringendes Wasser entsteht.

Oliver Prang

Teamleitung Orthopädie-Technik

Ich sehe die Anfertigung eines Hilfsmittels immer als Gemeinschaftsprojekt zwischen mir und den Kunden.
Dabei beziehe ich die behandelnden Ärzte und Therapeuten mit ein, um ein optimales Versorgungskonzept zu erstellen und umzusetzen. Meine Berufserfahrung ermöglicht mir die Vorstellungen aller Beteiligten zu erfassen und in die Versorgung einfließen zu lassen.
In der Fertigung gehen wir genau auf die individuellen Ziele ein, um nicht nur funktional gute Hilfsmittel zu bauen, sondern eine hohe Compliance bei unseren großen und kleinen Kunden zu schaffen.

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